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Profilstudium Umgang mit Heterogenität

In einem allgemeinen Sinne ist „Heterogenität“ als vielfältige Verschiedenheit der normale Zustand jeder Gruppe von Menschen und so auch jeder Schulklasse. Der Umgang mit Heterogenität sollte ein selbstverständlicher Bestandteil der Professionalität von Lehrerinnen und Lehrern sein.

Neben individuellen Unterschieden gibt es jedoch auch einige zentrale Arten von Verschiedenheit, welche die gesellschaftliche Wahrnehmung organisieren und die durch Konventionen oder Vorurteile mit konstruiert sind. Diese Verschiedenheiten lassen sich nicht auf der Ebene von Leistungserfolgen und -schwierigkeiten abbilden, können diese aber erzeugen oder zu ihrer Entstehung beitragen.

Das Profilstudium konzentriert sich folglich auf Verschiedenheiten, die innerhalb der Gesellschaft strukturierenden Charakter haben – das sind vor allem Geschlecht, sozio-kulturelle Herkunft, Migration und Behinderung. Es befasst sich mit der Entstehung, den Hintergründen, der Wahrnehmung und der gesellschaftlichen und individuellen Bewertung von Verschiedenheiten sowie deren Auswirkungen auf Bildungsprozesse.

Zur Professionalität von Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit Heterogenität gehört auch die Fähigkeit, den eigenen Standpunkt selbst zu hinterfragen und hinterfragen zu lassen, die eigenen Vorurteilsstrukturen zu erkennen und eigene Denkgewohnheiten zu überprüfen.

Im Profilstudium Umgang mit Heterogenität werden Kompetenzen in den folgenden Bereichen vermittelt:

Gesellschaftliche Voraussetzungen von Verschiedenheiten sowie ihre Bedeutung für pädagogisches Handeln

Gesellschaftliche Voraussetzungen von Verschiedenheiten in Schule und Unterricht sowie ihre Bedeutung für pädagogisches Handeln reflektieren und dieses Reflexionswissen als Bestandteil pädagogischer Professionalität begreifen können. Das heißt, die Studierenden sind bereit und in der Lage,

  • zu verstehen, wie unterschiedliche soziale Lagen die Wahrnehmung von Lehrerinnen und Lehrern sowie die Lernbereitschaft und -voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen beeinflussen können;
  • Heterogenität als gesellschaftliche Tatsache zu erkennen und die Funktionsweise gesellschaftlicher Strukturkategorien (wie soziale, kulturelle, ethnische Herkunft, Geschlecht, Behinderung) beschreiben und bewerten zu können;
  • unterschiedliche Formen des Umgangs mit Heterogenität in der Gesellschaft (wie z.B. Inklusion, Exklusion, Negierung, Diskriminierung, Toleranz, Akzeptanz, Anerkennung, Interesse) erkennen, darstellen und bewerten zu können;
  • unterschiedliche Theorien zu Wahrnehmung von und Umgang mit Verschiedenheit kennen, darstellen und in ihrer Bedeutung für pädagogisches Handeln bewerten zu können.
Gestaltung von Lernumgebungen und Lern-Prozessen

Wissen, wie man Lernumgebungen und Lehr-Lern-Prozesse so gestalten kann, dass die unterschiedlichen Kompetenzen aller Beteiligten wertgeschätzt werden und ihrer Verschiedenheit Rechnung getragen wird. Das heißt, die Studierenden sind bereit und in der Lage,

  • die Bedeutung individueller Lernvoraussetzungen für den Unterricht in heterogenen Lerngruppen zu erläutern sowie Instrumente und Techniken zur Diagnose von Lernleistungen und von pädagogisch relevanten Faktoren zu charakterisieren;
  • ausgewählte didaktische Konzepte und Theorien zum Lernen und Lehren in heterogenen Lerngruppen darzustellen und kriteriengeleitet zu bewerten;
  • Vorschläge für die Gestaltung von Lernsituationen in heterogenen Gruppen einzuschätzen und erste eigene Lehrerfahrungen unter Berücksichtigung von Verschiedenheit kritisch zu reflektieren;
  • eine pädagogisch gestaltete „Schulkultur“ in ihrer Bedeutung für das Miteinander heterogener Gruppen zu erfassen und Umsetzungsvorschläge dafür aufzuzeigen.
Bedeutung von Heterogenität im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen

Wissen, wie die komplexe Bedeutung von Heterogenität im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen berücksichtigt werden muss und genutzt werden kann. Das heißt, die Studierenden sind bereit und in der Lage,

  • die Bedeutung von Heterogenität als zentrales Element für die Profilbildung einer Schule im Zusammenhang je spezifischer Umfeldgegebenheiten einzuschätzen und Vorschläge für das Einbringen dieses Aspekts in entsprechende Schulprogramme zu entwickeln;
  • geeignete Formen der Kooperation mit Eltern und Schülern (z.B. mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund und verschiedenen Sprachen) einzuschätzen und deren Bedeutsamkeit für Schulentwicklungsprozesse zu erfassen.

The University for the Information Society