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EMO – Eye Movement in Observation

Ausgangslage & Zielsetzung

Einer erfahrenen Lehrperson wird zugeschrieben, dass sie bereits unmittelbar nach Betreten des Klassenraums „mit einem Blick“ die gegebene Lehr-Lern-Situation zu erfassen in der Lage ist, während Personen mit geringer Lehrerfahrung für den Lehr-Lern-Prozess relevante Aspekte nicht oder verspätet realisieren. Die spontane visuelle Wahrnehmung und angemessene Interpretation von spezifischen Unterrichtssituationen stellen die Basis dar, um angemessen und zielführend reagieren zu können. Es stellt sich daher die Frage, ob sich diese Überlegenheit erfahrener Lehrpersonen auch in deren Augenbewegungen widerspiegelt: Sehen erfahrende Lehrpersonen schlicht mehr oder fokussieren sie auf ausgewählte, aber entscheidende Aspekte einer Situation?
In der geplanten Studie wird folgenden inhaltlichen Fragen nachgegangen:

  1. Unterscheiden sich Lehrpersonen mit unterschiedlichem Grad an Erfahrung strukturell in ihren Augenbewegungen?
  2. Verändert sich die visuelle Wahrnehmung von Unterrichtssituationen während des Praxissemesters?

    Zudem werden folgende methodische Fragestellungen bearbeitet:

  3. Werden mittels authentischer (d.h. realer Unterrichtsaufzeichungen) und simulierter Unterrichtsvideos (d.h. virtueller 3D-Animation) vergleichbare Resultate erzielt?
  4. Werden mittels verschiedener Methoden der Erfassung der Augenbewegungen (stationäre Erfassung vs. Eye-Tracking-Brille) vergleichbare Resultate erzielt?

Methodisches Vorgehen

Es ist angedacht Studierende des Praxissemesters und erfahrene Lehrpersonen in die Studie einzubeziehen. Den Versuchspersonen werden reale Videos und 3D-animierte Videos a) auf einem Computerbildschirm oder b) auf einer Großleinwand (HD-Visualisierungscenter des HNI) präsentiert. Die Augenbewegungen werden jeweils mittels stationärem Eye-Tracker oder einer Eye-Tracking-Brille aufgezeichnet. Zudem werden qualitative Daten (Think-Aloud) für die Interpretation und Absicherung der über Eye-Tracking generierten Daten genutzt.

Erwartete Ergebnisse

Es wird erwartet, dass sich die Augenbewegungen von Experten und Novizen strukturell unterscheiden. Ob jedoch Hospitationserfahrungen und eigener Unterricht während der ca. 5-monatigen schulischen Phase des Praxissemestesr bereits genügen, um Veränderungen nach sich zu ziehen, wird die Studie zeigen. Neben Klärung der methodischen Fragestellungen gibt die Studie Aufschluss darüber, Inwiefern Augenbewegungen als ein Indikator für kompetente Wahrnehmung und Interpretation von Lehr-Lern-Situationen angesehen werden können.   

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Kontakt

Dr. Dagmar Festner

Sonderpädagogische Förderung und Inklusion mit dem Schwerpunkt Schulentwicklungs- und Unterrichtsforschung

Dagmar Festner
Telefon:
+49 5251 60-4945
Büro:
TP 11-1-02

Projektorganisation

Laufzeit

seit 2017

Projektteam

Dr. Dagmar Festner
(PLAZ, Universität Paderborn)

Prof. Dr. Christian Harteis
(AG Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Bildungsmanagement und Bildungsforschung in der Weiterbildung, Universität Paderborn)

Prof. Dr. Katrin B. Klingsieck
(Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Förderung, Universität Paderborn)

Dr. Halszka Jarodzka
(Open University Netherlands, Heerlen)

Dr. Charlotte Wolff
(Open University Netherlands, Heerlen)

Prof. Dr. Els Boshuizen
(Open University Netherlands, Heerlen)

Die Universität der Informationsgesellschaft