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Verena Witschel

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 Verena Witschel

Paderborn Centre for Educational Research and Teacher Training – PLAZ-Professional School

Research Assistant - Praxisphasen G, HRSGe, GyGe und BK Praxisphasen im Ausland / Internationalisierung

Phone:
+49 5251 60-5448
Office:
W3.102
Office hours:

Di, 13-14 Uhr

Sprechstunden finden in aller Regel telefonisch oder per E-Mail statt. Für eine telefonischen Gesprächstermin übersenden Sie mir bitte die Rufnummer, unter der ich Sie kontaktieren kann.

Am 17.12.2020 entfällt die Sprechstunde.

Web:
Visitor:
Mersinweg 3
33100 Paderborn
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Aktuelles

Internationale Online-Tagung: „Krise im Drama der Gegenwart“, 23.-24.10.2020, Universität Paderborn

Organisation: Dr. Marta Famula und Verena Witschel

„Theater ist Krise“ sagte Heiner Müller 1995 einmal in einem Interview und stellte so die Ge­fährdung bestehender Ordnungen als Ursprung des kritischen Potentials von Theater heraus. Dabei steht Krise sowohl für das Erkennen von Konfliktpotential als auch für die daraus erfolgende Notwendigkeit einer Veränderung. Seit der Antike ist mit der Krise (κρίσις, abgeleitet von κρίνω, scheiden, auswählen, beurteilen, entscheiden) ein Entscheidungsmo­ment gemeint, das einen Konflikt beendet und so einen Einschnitt in bisherige, als defizitär erkannte Kontinuitäten markiert, wodurch ihr eine grundlegend transformierende Funktion zukommt. Sie wird als ein Phänomen verstehbar, das sich selbst aus dem „Normalismus“ (Koschorke) hervorbringt, indem sie beschrieben, zum Ausdruck gebracht und heraufbe­schworen wird und dabei bestehende Machtverhältnisse neu konstituiert.

Gleich mehrfach kommt die so verstandene Krise im Drama zum Tragen: In der aristotelischen Dramenpoetik gibt der Held auf dem Höhepunkt des dramatischen Konflikts durch eine Entscheidung seine Handlungsfreiheit und damit andere mögliche Handlungs­optionen auf und leitet so den Umschwung der Handlung ein (Peripetie), um fortan determiniert und unausweichlich auf die Katastrophe (oder auf sein Glück) zuzutreiben. Im Laufe der langen Dramengeschichte hat dieser dramatische Baustein unterschiedliche Formen angenommen und spiegelte dabei stets auch krisenhaftes Veränderungspotential als solches wider. Unter diesen Vorzeichen der Dramenpoetik wird Theater zu einem Ort, an dem Krise nicht nur verhandelt, sondern auch erlebt werden kann (Warstat). Zugleich spürt das Theater Krisen im eigenen Wesen auf, wie sie Peter Szondi in seiner Darstellung der Krise des Dramas in der Moderne zur Debatte gestellt hat, und begreift sie als Motor für Innovation und Veränderung innerhalb der Dramen- und Inszenierungsformen, die eine Diskussion um Lösungsansätze erst möglich machen.

Die geplante Tagung möchte nach diesen, sich gegenseitig bedingenden Akzenten der Krise im Drama des 21. Jahrhunderts fragen und damit 1. das Hervorbringen von Krisen durch Theater, 2. das Theater als Ort, Krisen zu erleben, 3. das Potential, durch Theater Krisen zu überwinden sowie 4. die produktive Auseinandersetzung mit Krisen im eigenen Wesen zum Gegenstand machen.

Folgende Fragestellungen wären denkbar:

  • Krise als Gegenstand dramatischer Texte seit 2000
  • Theater und Krise als gesellschaftlich aufgeladener ‚Mode-Begriff‘?
  • Gegenwartstheater als Krisenseismograph?
  • Krise und politische Positionierung: Grenzen und Möglichkeiten künstlerischer Praxen im Theaterbetrieb
  • Gesellschaftliche Krise und Inszenierungspraktiken
  • Krise in Abgrenzung zu Konflikt, Störung und Kritik
  • Krise und Überwindung, Krise als Chance und Veränderungspotential
  • Krise in verwandten Künsten: Film, Videokunst, Performance etc.
  • Krisen in postmodernen Formen des Dramatischen
  • Neue Inszenierungsformen als Indikatoren der Krise des Theaters.
 Verena Witschel
2018 - today

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung – PLAZ-Professional School der Universität Paderborn im Bereich Praxisphasen und Internationalisierung / Auslandspraktika

2016 - today

Promotionsstudium

an der Universität Paderborn im Bereich Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Dissertationsprojekt zu dem Thema: „Traumakonfigurationen in der Gegenwartsliteratur“, Betreuung: Prof. Dr. Rita Morrien und Prof. Dr. Lothar van Laak

2019

Preis für Innovation und Qualität in der Lehre der Universität Paderborn 2019

zusammen mit Prof. Dr. Lothar van Laak, Dr. Michael Heidgen und Katharina Blum

2016 - 2019

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn im Bereich Neuere deutsche Literatur

03/2018

Gastdozentur

an der Universität Lodz (Polen), ermöglicht über die Erasmus-Dozentenmobilität

10/2016

Auszeichnung der Abschlussarbeit

mit dem Preis der Bremer AG, verliehen von der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn für die Abschlussarbeit „Apperzeption des fremden Blicks. Herta Müllers Reisende auf einem Bein im Vergleich mit der theatralisch-filmischen Inszenierung von Katie Mitchell (Regie) und Rita Thiele (Dramaturgie)“

2009 - 2016

Studium an der Universität Paderborn

Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen mit den Fächern Deutsch und Philosophie, Abschluss: 1. Staatsexamen

Publikationen

Bilder im Netz – Globalität in Merle Krögers ‚Kriminalroman’ Havarie. Mit einem Seitenblick auf Philip Scheffners dazu produzierten künstlerischen Dokumentarfilm. In: Der Flüchtling im globalen Nomadismus. Literatur-, medien- und kulturwissenschaftliche Annäherungen. Hg. von Michael Hofmann und Jean Bertrand Miguoué. Würzburg: Königshausen & Neumann (bei den Herausgebern).

Zusammen mit Lothar van Laak und Marta Famula: Lehr- und Lernprojekt zur Ausstellung des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn „Wunder Roms im Blick des Nordens von der Antike bis zur Gegenwart“. In: Forschen.Lernen.Lehren an öffentlichen Orten – The Wider View. Eine Tagung des Zentrums für Lehrerbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 16. bis 19.09.2019. Hg. von M. Jungwirth, N. Harsch, Y. Korflür und M. Stein. Schriften zur Allgemeinen Hochschuldidaktik. Band 5. Münster: WTM-Verlag 2020. S. 359-360.

Zusammen mit Rieke Becker, Michael Heidgen und Markus Lauert: Kulturen der Moral – Moral Cultures. Internationale und interdisziplinäre Tagung in Kooperation mit der DGEJ vom 19. bis 22. September 2018 an der Universität Paderborn. In: Das 18. Jahrhundert. 42/2 (2018). S. 184-186.

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