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Postersession

Erstmals werden auf dem 8. Grundschultag 2019 neben dem breiten Programm an praktischen Workshopangeboten auch einige Poster zu grundschulbezogenen und praxisorientierten Forschungsprojekten der Universität Paderborn präsentiert. Ziel ist der Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die und eine Vernetzung mit der Praxis. Die Poster können ab 13:00 Uhr im Audimax-Foyer besichtigt werden. Parallel zu dem Markt der Möglichkeiten stehen die Autoren/-innen bei Ihren Postern und freuen sich auf Fragen und eine anregende Diskussion.

„Wir brauchen eine andere Forschung“ – eine qualitative Studie über die Chancen und Grenzen des Praxissemesters für die Professionalisierung angehender Grundschullehrkräfte.

Dipl.-Päd. Katrin Glawe, Universität Paderborn (Grundschulpädagogik und Frühe Bildung)

Dieses Poster soll besonders Mentoren/innen, die die Studierenden im Praxissemester begleiten dazu auffordern, über das Forschen im Praxissemester ins Gespräch zu kommen.

Ziel dieses präsentierten Dissertationsvorhabens ist es, Gelingensfaktoren sowie Chancen als auch Grenzen des Forschenden Lernens im Praxissemester zu erfassen. Zu diesem Zweck wurden Grundschullehramtsstudierende, die mit unterschiedlichen Forschungszugängen ihr Forschungsprojekt absolviert haben, nach dem Praxissemester mittels qualitativer Leitfaden-Interviews befragt. Dabei ist es von besonderem Interesse, inwiefern die unterschiedlichen Bedingungen, Forschungswege und dabei vor allem das qualitative Forschen mit Kindern substantielle Beiträge zum Aufbau einer praxisrelevanten Forschungshaltung liefern können. Hier sollen die vorliegenden Ergebnisse Aufschluss darüber geben, welche Transferoptionen, Relevanzzuschreibungen und Nutzungsmöglichkeiten einer forschend-reflektierenden Haltung von Studierenden im Hinblick auf das weitere Studium sowie die berufliche Praxis geäußert werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die prozessorientierte Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der studentischen Forschungsprojekte sowie die einheitliche Verständigung über die Inhalte und Ziele Forschenden Lernens aller beteiligten Akteure im Praxissemester, die Feststellung eines erkennbaren Nutzens dieser Professionalisierungsbausteine seitens der Studierenden maßgeblich beeinflusst.

LIFE – Lesen in Familie erleben. Sechs Jahre Forschung in und für Grundschulen

Prof. Dr. Heike M. Buhl, Dr. Sabrina Bonanati und Christian Greiner, Universität Paderborn (Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie)

Entwicklung kooperativen Arbeitens bei Lehramtsstudierenden für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht in der inklusiven Grundschule

Prof. Dr. Eva Blumberg, Prof. Dr. Susanne Schwab, Prof. Dr. Frank Hellmich, Dr. Fabian Hoya, Gamze Görel, Theresa Mester, Marwin Felix Löper und Jan Schulze und Alexander Kirsch
Universität Paderborn und Universität Wien

Mit der „Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen“ stellen sich gegenwärtig Fragen nach der geeigneten Gestaltung von inklusiven Bildungsprozessen in Schulen und nach den Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Grund- und Förderschullehrkräften. Weitgehend ungeklärt ist, wie Lehramtsstudierende auf diese Herausforderungen vorbereitet werden können und lernen, in einer gewinnbringenden Weise zu kooperieren. Vor diesem Hintergrund werden in unserem Forschungsprojekt Möglichkeiten des kooperativen Lernens von Studierenden des Lehramts an Grund- und Förderschulen im Zusammenhang mit ihrer Qualifizierung für den inklusiven naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule untersucht. Das Forschungsvorhaben ist dabei in zwei Ziele untergliedert: Zum einen wird ein Konzept zum kooperativen Lernen von Studentinnen und Studenten des Lehramts an Grund- und Förderschulen mit dem Blick auf die spätere Zusammenarbeit in der inklusiven Grundschule entwickelt, zum anderen werden Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung dieses Konzepts geprüft. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Forschung zu der „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Rahmen der Posterpräsentation werden die Ziele des Forschungsprojekts, der Aufbau der Untersuchung sowie erste Ergebnisse vorgestellt.

Anforderungen im inklusiven naturwissenschaftlichen Sachunterricht aus Sicht von Lehrkräften

Theresa Mester, Universität Paderborn (Didaktik des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts)

Im Zuge der Realisierung von Inklusion im Bildungswesen müssen Lehrkräfte mit veränderten Anforderungen in Schule und Unterricht umgehen können, womit andere bzw. erweiterte Ansprüche an ihre Professionalität im Rahmen einer diversitätssensiblen Unterrichtspraxis verbunden sind.  Dementsprechend muss sich auch die sachunterrichtsdidaktische Lehrerbildung zur querschnittlichen Etablierung inklusionsrelevanter Inhalte in allen Bereichen der Lehrerbildung, den Bildungswissenschaften und den einzelnen Fächern inklusiver ihrer Fachdidaktiken (u.a. HRK & KMK 2015), darauf fokussieren, angehende Sachunterrichtslehrkräfte adäquat auf das Unterrichten inklusiver Lerngruppen vorzubereiten. Für diese Lehrkräfte ist mit Blick auf ihre professionelle Handlungskompetenz (Baumert & Kunter 2006) insbesondere das fach- bzw. sachunterrichtsdidaktische Wissen relevant. Um diese Wissensfacetten für einen inklusiven (naturwissenschaftlichen) Sachunterricht zu modellieren, wurden in diesem Dissertationsprojekt unter anderen die  praktischen Anforderungen, die Lehrkräfte  im inklusiven (naturwissenschaftlichen) Sachunterricht zu bewältigen haben, berücksichtigt. Dazu wurde das Anforderungsspektrum von 12 inklusionserfahrenen Sachunterrichtslehrkräften erhoben, das durch die rekonstruktive Methode leitfadengestützter Experteninterviews erfasst wurde. Als Auswertungsmethode diente die qualitative Inhaltsanalyse (Kuckartz 2016) mit einer kombiniert deduktiv-induktiven Kategorienbildung. Auf dem Poster werden das methodische Vorgehen und die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert.

Alternative Arrangements für den Literaturunterricht: Texte in einfacher Sprache

Lara Diederichs, Universität Paderborn (Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft)

Literarische Texte der Kinder- und Jugendliteratur eröffnen neben dem inhaltlichen Verstehen ganz besonders die Möglichkeit zur literarästhetischen Rezeption. Um sowohl leseförderlich durch inhaltliche Motivation und Kompetenzerleben sowie im Sinne Spinners (2015) literarisch bildend zu wirken, müssen im Leseprozess kognitiv-analytische Kompetenzen mit affektiv-emotionalen sowie ästhetischen Erfahrungen und Fähigkeiten verbunden werden. Für den Unterricht in lesekompetenzbezogen wie sprachlich heterogenen Gruppen kann Binnendifferenzierung unter Berücksichtigung der Text-Leser-Passung zum Einsatz unterschiedlich komplexer Textvarianten führen: literarische Textversionen in einfacher Sprache anstelle oder parallel zum Originalwerk werden gelesen.

Der Einsatz literarischer Texte in einfacher Sprache zur Leseförderung und literarischen Bildung wird bereits kontrovers in Literaturdidaktik und -wissenschaft diskutiert (vgl. Didaktik Deutsch (2015), H. 38), allerdings fehlt es bisher an einer empirischen Forschungsbasis aus der Schulpraxis. Der Posterbeitrag stellt die Studie „Literarästhetisches Lernen mit Texten in einfacher Sprache: Eine empirische Studie zur literarischen Rezeptionskompetenz in der Sekundarstufe I“ vor und zeigt in Ausschnitten wie Schüler*innen der 5. Klasse am Beispiel von Erich Kästners „Emil und die Detektive“ die Version in einfacher Sprache im Vergleich zum Originaltext rezipieren.

Der Einsatz von Tablets in der Erstbegegnung mit Kunstwerken

Annika Waffner, M.A., Universität Paderborn (Kunstdidaktik)

Bereits Grundschulen haben den Auftrag, Entwicklungen zu begleiten, die sich aufgrund der Digitalisierung ergeben, da auch sie die Vermittlung zukunftsorientierter Kompetenzen zum Ziel haben (Petko, 2014, S. 7). Sie stehen dabei vor der Herausforderung, digitale Medien in ihre Strukturen zu integrieren, um die Kluft zwischen privater und schulischer Nutzung zu schließen (Fritzsche, 2016, S. 74). Im Rahmen des Kunstunterrichtes bildet die Rezeption von Kunstwerken einen wichtigen Eckpfeiler zur Anregung des eigenen bildnerischen Gestaltens oder auch, um Kulturgeschichte aufzuzeigen und greifbar zu machen (Peez, 2012, S. 118f.). Digitale Medien erweitern an dieser Stelle die Möglichkeit, wie Schülerinnen und Schüler Kunstwerke entdecken können. Während fotografische Reproduktion als Reduzierung wahrgenommen wird (vgl. Benjamin, 1974), werden auf Seiten der Medienwissenschaften Tablets Qualitäten, wie etwa eine gesteigerte Körperlichkeit, zugesprochen (Freyermuth, 2010, o.S.).

Das Poster skizziert ein Forschungsprojekt, in dem untersucht wird, welche Unterschiede sich in der Erstbegenung von Kunstwerken zeigen, wenn sie durch das Original, eine fotografische Reproduktion und Tablets rezipiert werden. Die geplante Forschung umfasst eine qualitative und explorative Studie, die diese drei Situationen untersuchen soll, um das aufgestellte Modell zu prüfen und Rückschlüsse auf den Medieneinsatz im rezeptiven Kunstunterricht zu ziehen.

Literatur

Benjamin, W.: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: ders. (1974):
Abhandlungen. Gesammelte Schriften, Bd. I,2. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Freyermuth, G. (2010): iPadologie II. Abschied von der analogen Hardware. CARTA. Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit.

Fritzsche, M. (2016): Interfaces - Kunstpädagogik und digitale Medien. Theoretische Grundlegung und fachspezifische Praxis. München: kopaed.

Peez, G. (2012): Einführung in die Kunstpädagogik. Stuttgart: Kohlhammer.

Petko, D. (2014): Einführung in die Mediendidaktik. Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Weinheim: Beltz.

Die Universität der Informationsgesellschaft