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Begleitforschungsergebnisse zur Lernstatt 2020. Tablets und ihr transformatives Potential für die Unterrichtspraxis

Ein Nachbericht von Annika Schlossmacher

Am 15. November wurden von Prof. Dr. Dorothee Meister, Lukas Dehmel, Lara Gerhardts und Jun.-Prof. Dr. Anna-Maria Kamin die Begleitforschungsergebnisse zum Projekt Lernstatt 2020 in Paderborn vorgestellt. Nach wie vor werden digitale Medien an Schulen kaum eingesetzt, obwohl Schülerinnen und Schüler im Alltag immer häufiger mit ihnen konfrontiert werden. Gründe dafür sind beispielsweise technische Hindernisse wie fehlende IT-Infrastrukturen an Schulen, aber auch mangelnde Medienkompetenz von Seiten der Lehrkräfte. Dazu wurden zwei Teilstudien präsentiert, von denen sich eine auf eine Grundschule und die andere auf eine Sekundarstufe bezieht.

In der ersten Teilstudie haben nur die Grundschullehrer ein Tablet verwendet, nicht aber die Schülerinnen und Schüler (SuS) In der Theorie muss die rein instrumentelle Sichtweise auf die technischen Geräte abgelegt werden, denn das Tablet als dinglicher Aktant und der Lehrer als menschlicher Akteur stehen in einem ständigen Austauschverhältnis zueinander. Die Geräte wurden hauptsächlich zur Ersetzung und Erweiterung analoger Medien verwendet, wodurch der Unterricht durch kleine Motivationsvideos oder digitale Notizmöglichkeiten flexibler wurde.

Die zweite Teilstudie wurde in einer sechsten Klasse durchgeführt, in der sowohl Lehrerinnen und Lehrer (LuL) als auch Kinder Tablets zur Verfügung hatten. Dabei hat sich vor allem gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler  individueller gefördert werden können, was vor allem den LuL in sonderpädagogischen Einrichtungen zugutekommt. Aus der Sicht der LuL wurden Tablets zur Unterrichtsgestaltung gut angenommen und integriert, auch die Motivation zum Austesten neuer Methoden zeigte sich. Die SuS konnten die Geräte alle sinnvoll bedienen und waren ebenfalls sehr motiviert, die Möglichkeiten zu erkunden und sich gegenseitig damit zu helfen. Verwendet wurden die Tablets hier in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel für Vokabeltests mit automatischer Korrektur oder die kreative Gestaltung von Erklärvideos zu einem spezifischen Thema im Deutschunterricht. Kritisch bei dem Einsatz von Tablets in Schulen war die Störung des Unterrichtsablaufs wegen technischer Probleme und auch durch die Unsicherheiten der LuL im Umgang mit den Geräten. Da das Projekt Lernstatt 2020 in seiner Form noch einzigartig ist bleibt für die Zukunft abzuwarten, wie sich der Einsatz digitaler Medien in Schulen entwickelt. Wichtig dafür sind jedoch Fortbildungen für das Lehrpersonal und die Entwicklung von Konzepten und Möglichkeiten für ein gemeinsames Lernen mit dem Tablet.

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