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Tablets an Schulen: Digitales Hilfsmittel oder Spielzeug?

Ein Nachbericht von Nikolina Mateska

„Die heutige Jugend verbringt zu viel Zeit mit Smartphones und Tablets“. Nicht selten hört man Aussagen wie diese. Die Digitalisierung schreitet voran. Insbesondere an Schulen kommen immer häufiger digitale Hilfsmittel zum Einsatz, um Schülern und Lehrern den Unterricht zu erleichtern. Doch ist es wirklich ratsam, Stift und Papier durch ein Display zu ersetzen?

Am 18. Oktober referierte Stefan Aufenanger, Professor an der Universität Mainz, im Rahmen der Ringvorlesung „Mobile Medien im Schulkontext“ an der Universität Paderborn über pädagogische Potenziale und Herausforderungen von Tablets an Schulen.

Aufenanger sprach von einer veränderten Medienwelt, in der es notwendig sei, digitale Kompetenzen zu erwerben. Bereits vor vielen Jahren fanden „alte“ Medien wie Papier und Tafel Akzeptanz bei Lehrern und Schülern, warum sollten „neue“ Medien das nicht auch können? Man müsse ihnen lediglich mehr Zeit geben, so Aufenanger. Jedes Medium habe schließlich seinen Wert im pädagogischen Kontext.

Abgesehen von dem Erstellen von Notizen und dem Lesen von Texten hat ein Tablet weitaus mehr Funktionen. Schüler sind in der Lage, Apps als Lern- und Visualisierungshilfe zu verwenden, Präsentationen zu halten und sich mit anderen Tablets zu „verbinden“. Weitere Aspekte sind das kreative Gestalten mit Hilfe von integrierter Kamera und Mikrofon sowie Sonderfunktionen wie GPS und Bewegungssensoren. Zusammengefasst schaffen Tablets neue Möglichkeiten für innovativen Unterricht.

Verschiedene Forschungen ergeben, dass Schüler mit Tablets motivierter, engagierter und selbstständiger arbeiten und lernen. In diesem Zusammenhang sprach Aufenanger von einer veränderten Lernkultur.

Man dürfe die Herausforderungen jedoch nicht ausblenden. Gewiss stellen Tablets ein Störungs- und Ablenkungsfaktor für Schüler dar. Außerdem wird eine einwandfreie technische Infrastruktur vorausgesetzt, sodass die Geräte intensiv genutzt werden können. Ein weiteres Problem stelle die Finanzierung dar. Es müsse sich geeinigt werden, wer die Kosten übernimmt und ob es für jeden Schüler ein eigenes oder bloß eine begrenzte Anzahl an Tablets angeschafft werden sollte. Zudem müssen Lehrkräfte für eine erfolgreiche Digitalisierung fortgebildet und professionalisiert werden, unter anderem auch um Ängste bezüglich der Nutzung digitaler Medien abzubauen und Möglichkeiten zu entdecken.

„If technology is the solution, what is the problem”?

Stefan Aufenanger spricht sich ohne Zweifel für die Einführung von Tablets an Schulen aus und sieht große Potenziale in ihnen. Schulen müssen ihr eigenes Lernkonzept erstellen, entsprechend ausgestattet werden und Lehrer daraufhin professionalisieren. Es bedarf einer geduldigen Auseinandersetzung der Lehrer und Schüler mit den neuen Medien, damit diese den Wert erkennen und lernen, Tablets sinnvoll im Schulalltag einzusetzen.

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