Grundschule neu den­ken: Bundes­weite Facht­a­gung stellt zukun­fts­fähige Bildung in den Fok­us

 |  VeranstaltungenLehramtPLAZ – Professional School of Education

Wie muss eine Grundschule gestaltet sein, die allen Kindern von Anfang an gute Bildung ermöglicht? Diese Leitfrage stand im Zentrum der bundesweiten Jahrestagung des Grundschulverbandes Ende März im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn, die in Kooperation mit der PLAZ – Professional School of Education durchgeführt wurde. Unter dem Leitmotiv „Kinder lernen Zukunft: gemeinsam – grundlegend – ganzheitlich“versammelte die Tagung renommierte Wissenschaftler*innen und erfahrene Praktiker*innen. 

Die 150 Teilnehmenden aus Schule, Wissenschaft und Bildungspolitik wurden von der Vorsitzenden des Grundschulverbands Marion Gunzmann, sowie von der Prof. Dr. Beate Flath (Vizepräsidentin der UPB für Lehre, Studium und Qualitätssicherung) und Dr. Christian Berg (HNF) herzlich begrüßt. Auch die Ministerin für Schule und Bildung Dorothee Feller war gekommen und betonte in ihrem Grußwort an die Teilnehmenden: „Wenn wir Zukunft gewinnbringend gestalten wollen, müssen wir in der Gegenwart lernen, Zukunftschancen erkennen – und zukünftige Herausforderungen gemeinsam bewältigen“. Dieser Lernprozess fange in unseren Grundschulen an – und es seien allem voran „unsere Grundschullehrkräfte und weiteren Professionen die ihn in ihrer täglichen Arbeit mit großem Engagement voranbringen“. Dies unterstrich die Bundesvorsitzende des Verbands Marion Gutzmann und bekräftigte: „Gute Bildung ist ein Kinderrecht. Wenn wir Bildungsgerechtigkeit ernst nehmen, müssen wir die Grundschule konsequent stärken – mit qualifizierten Lehrkräften, multiprofessionellen Teams und verlässlichen Rahmenbedingungen.“ 

Der inhaltliche Fokus der Vorträge lag auf den wichtigen Zukunftsthemen wie der Rolle Künstlicher Intelligenz in der Primarstufe, die Prof. Dr. Thomas Irion (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) zwischen Unterrichtstool und Bildungstransformation einordnete. Die Förderung mathematischer Basiskompetenzen im inklusiven Unterricht beleuchteten Prof.‘in Dr. Uta Häsel-Weide (Universität Paderborn) und Prof. Dr. Marcus Nührenbörger (Universität Münster) und stellten heraus, dass diese zentral mit qualitätsvollem Unterricht  einhergeht. Perspektiven auf Demokratiebildung und Chancengerechtigkeit eröffnete Prof.‘in Dr. Petra Büker (Universität Paderborn) mit ihrem Vortrag „Bildung für alle: gemeinsam – grundlegend – demokratisch“, in dem sie auch auf den Wandel der Grundschule einging. 

Die Vorträge und Impulse wurden ergänzt durch praxisnahe Workshops zu Ganztagsentwicklung, Kinderrechten, nachhaltiger Bildung, differenzierter Leistungsbewertung, Handschreiben im digitalen Zeitalter sowie innovativen Unterrichtskonzepten in Mathematik und Deutsch, bei denen die Teilnehmen miteinander in Austausch kamen. 

Bereits am Freitag, 20. März, wurde am Vormittag eine Hospitation an der Peter Gläsel Schule in Detmold angeboten, bei dem die  50 Besucher*innen bei der von Kinder geleiteten Führung durch die Schule einen interessanten Einblick in das Konzept und die Umsetzung erhielten. 

Die Tagung eingeläutet hatte am Freitagabend im Deelenhaus Paderborn das Grundschulkabarett „Lehrgut“ mit einem extra für diesen Abend zusammengestellten Programm, das mit viel Humor und treffenden Pointen für einen gelungenen Auftakt sorgte. 

 

 

Foto (Reinhardt Hardtke/HNF): Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller (4.v.l.), eröffnete die Tagung mit einem Grußwort.
Foto (Konstanze von Unold): Eröffnung der gut ebsuchten Tagung im HNF.
Foto (Konstanze von Unold): Die Workshops fokussierten ein breites Themenspektrum.
Foto (Konstanze von Unold): Die Tagung bot auch Gelegenheit, neue Materialien kennenzulernen.

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